Im Jahr 2018 gründete Lea in Zürich den gemeinnützigen Verein inclusion360. inclusion360 ist als Organisation von Menschen mit Behinderungen (OPD) aufgestellt. Als Schwester eines Bruders mit kognitiver Beeinträchtigung erlebte Lea frühzeitig die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen. Anstelle gelebter Inklusion stiess ihr Bruder wiederholt auf Exklusion. Als Antwort auf diese Realität gründete Lea unmittelbar nach ihrem 18. Geburtstag den Verein inclusion360. Eines der ersten Projekte von inclusion360 war Inklusions’s Austausch. Es zielte darauf ab, eine Plattform für Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen, auf der gleichberechtigt voneinander und miteinander gelernt werden konnte. Die Teilnehmer:innen sollten nach dem Besuch der Veranstaltungen das Mindset der Inklusion besser verstehen und dieses in ihrem Alltag integrieren können.
Um die tatsächliche und rechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zu erreichen, mussten andere Hebel betätigt werden - und zwar in der Politik. Menschen mit Behinderungen haben in der Schweiz kaum eine politische Plattform. Aus diesem Grund wurde zum Internationalen Tag für Menschen mit Behinderungen eine Kundgebung in Zürich gemeinsam mit Selbsvertretr:innen und der Wohnstätten Zwyssig ins Leben gerufen. Seit 2021 findet diese Veranstaltung in Zürich jährlich statt. Zudem hat inclusion360 im 2024 die Kundgebung und Einreichung der Inklusions-Initiative auf dem Bundesplatz begleitet und mitorgansiert.
Ein weiteres Engagement von inclusion360 zielt darauf ab, separierende Strukturen aufzubrechen. Unternehmen, Vereine und Organisationen sollen befähigt werden, ihre Angebote in reguläre, bestehende Strukturen zu integrieren. So soll beispielsweise für Menschen mit Behinderungen der Sport nicht länger in Behindertenorganisationen angesiedelt sein, sondern direkt in die bestehenden Sportverbände integriert werden. Ein Beispiel für gelungene Inklusion ist das neue Fussballteam GC Unified, das von inclusion360 in diesem Prozess begleitet wurde. Durch dieses Projekt können Menschen mit kognitiven Behinderungen dort Sport treiben, wo andere es auch tun.
Dies ist erst der Anfang unserer Geschichte, wir haben noch vieles vor…